Historische Pfade Schwäbische Alb | Bruckmann

30 Wanderungen zu geschichtsträchtigen Orten

Historische Pfade Schwäbische Alb

Mit den Historischen Pfaden Schwäbische Alb wanderst Du durch die Geschichte einer der spannendsten Landschaften Deutschlands. Entdecke Orte, an denen schon Steinzeitjäger, Kelten und Alemannen ihre Spuren hinterlassen haben. Erkunde die geologischen Besonderheiten und tauche ein in die faszinierende Höhlenwelt der Schwäbischen Alb. Besuche imposante Burgruinen bedeutender Adelsgeschlechter und lerne die großen Denker, Dichter sowie auch Ingenieure der Schwäbischen Alb besser kennen.


1. Auflage mit 160 Seiten, ca. 180 Abbildungen, Format 16,5 x 23,5 cm
ISBN-13: 978-3-7343-1818-4
Bruckmann Verlag

Historische Pfade Schwäbische Alb

19,99 €

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Aus unserem Vorwort

Die »Historischen Pfade Schwäbische Alb« führen uns durch eine über Jahrmillionen gewachsene Landschaft. Ihr Fundament entstand in der Zeit des Jura, als ein Ozean weite Teile Europas bedeckte und sich riesige Mengen an Kalk, Ton und Mergel auf dem Meeresboden ablagerten. Durch die Hebung des Oberrheingrabens und die Auffaltung der Alpen wurde die Schwäbische Alb hochgedrückt und nach Südosten gekippt. Im Nordwesten entstand eine Steilstufe, die das Albvorland heute als Albtrauf um 300 Meter überragt. Seitdem tragen Verwitterungsprozesse das Gestein am Rand und überall dort ab, wo auf der Alb versickertes Wasser wieder zutage tritt. Im Untergrund bildeten sich Höhlen, die den Menschen während der letzten Eiszeit sichere Zufluchtsorte boten. Dadurch sind die Höhlen im Lonetal, im Achtal und auch der Rosenstein wertvolle archäologische Fundstätten.

Wo das Gestein dem Verwitterungsprozess trotzte, entstanden Inseln vor der Traufkante. Als sogenannte Zeugenberge rückten sie im Mittelalter ins Interesse des Herrschenden, welche die schwer zugänglichen Bergkuppen für den Festungsbau nutzten. Hier bildete der Hohenstaufen einst das Machtzentrum der Staufer und thront weiter südlich auch heute wieder eine stolze Ritterburg auf den Hohenzollern. Daneben bieten der Reußenstein, die Teck sowie die vielen Burgen im Großen Lautertal tolle Ausflugsziele, die uns herrliche Wandermomente bescheren.

Zugleich bewegen wir uns im Schwäbischen in einer Region, die immer wieder schwer umkämpft war. Besonders deutlich wird dies bei den keltischen Befestigungen – etwa auf der Bassgeige oder dem Gräbelesberg oberhalb der Eyach – und dem Rätischen Limes. Letzterer war Teil der römisch-germanischen Grenze. Nach unzähligen Streitigkeiten und Fehden im Mittelalter fand am 5. Mai 1800 bei Meßkirch eine der entscheidenden Schlachten des Zweiten Koalitionskriegs statt. Die Niederlage Österreichs gegen Frankreich läutete die Zeit der Säkularisation ein, bei der die Klöster ihre Macht einbüßten und Kirchengüter in weltlichen Besitz übergingen.

Mit unseren Historischen Pfaden wollen wir Dir aber auch das von Entbehrungen geprägte Leben der einfachen Menschen näherbringen. Hierzu zählt die Hossinger Leiter, welche einst den schnellsten Zugang von der Hochalb zu den Arbeitsplätzen im Tal bildete. Eine Pionierleistung erleben wir bei der Geislinger Steige, bei der gewaltige Mengen an Erdreich von Hand bewegt wurden und etliche Felssprengungen die erste Eisenbahnverbindung vom Tal auf die Alb ermöglichten. Bei der Albwassertour erfahren wir schließlich im Schmiechtal, wie es gelang, das Wasser den Berg hoch laufen zu lassen. Zuletzt haben wir in diesem Buch mit dem Rundweg Kaiser Barbarossa und dem Eduard-Mörike-Weg zwei Rundwege aufgenommen, die sich mit Informationen über den Namenspaten bedeckt halten, die uns aber ebenfalls durch reizvolle Landschaften führen.
Der Wanderführer Historische Pfade Schwäbische Alb ist am 21. April 2021 im Bruckmann Verlag erschienen.



Einblicke in die Geschichte

Zu jeder der 30 Touren werden besondere Themen ausführlicher behandelt. Auf diesen ein bis zwei geschichtlichen Seiten stellen wir Dir die Anfänge der Albwasserversorgung, den Bau der Bahntrasse an der Geislinger Steige sowie auch den Werdegang berühmter Persönlichkeiten und Familien wie Kaiser Barbarossa, die Zähringer und Helfensteiner oder auch den Schriftsteller Eduard Mörike vor. Zu den weiteren Themen zählen zur Steinzeit durch den Menschen bewohnte Täler, historische Grenzverläufe sowie auch die Entstehung und der Forschungsstand verschiedener Höhlen. 

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